Folge 40-21 - Horn - damals und heute

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Folge 40-21

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Wochenblatt-Serie 40. Teil > zum Artikel
Der Fotograf der historischen Postkarte steht für diese Aufnahme am westlichen Beginn der Horner Landstraße auf Höhe der heutigen Skoda-Niederlassung und blickt auf die Stadtvillen am Geesthang bis hin zum Blohm’s Park.
Von der damaligen Hausnummer 31 bis 71 ließ der Grundeigentümer und Bauunternehmer Konrad Claus Feck zwischen März 1888 und 1899 nach und nach 17 Wand an Wand stehende Villen errichten und vermietete diese. Die Keller lagen auf Straßenniveau, sodass alle Hauseingänge nur über Treppen erreicht werden konnten, neben denen kleine Vorgärten lagen.
Die Villen hatten verschiedene Fassaden. Die zuerst errichteten Hausnummern 31 bis 41 boten noch ein gemischtes Bild. Die drei Gruppen mit den Nummern 43 bis 49, 51 bis 59 und 61 bis 71 erhielten dann jeweils ein einheitliches Aussehen. Bis auf die Nr. 41 (von August 1888 bis 1895 wohnte hier Horns erster Pastor Carl Schetelig) brannten im Krieg alle Villen aus; lediglich die Fassaden von Nr. 51, 65 und 67 blieben erhalten und zeigen heute noch drei der unterschiedlichen Fassaden.
Die Postkarte entstand vor der Verbreiterung der Horner Landstraße in den 1920er und -30er Jahren!

Historisches Foto: um 1904 (©Archiv GWH) - aktuelles Foto: 2019 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 39. Teil > zum Artikel
Die seit Menschengedenken bestehende Straße am Ostrand des Stadtteils Horn - seit 16. Juli 1929 Legienstraße genannt - erhielt mit Bau der U-Bahn-Linie in Richtung Billstedt eine Brücke, die die Gleise der damaligen “U3” überquerte. Der Horner Hans Bünning stand zu Beginn der 1970er Jahre auf dieser Brücke und schaut nach Westen auf das Bahnhofsgebäude mit dem - beide Gleise überspannenden - Schaffnerraum, von wo aus die Züge abgefertigt wurden. Links sind noch die alten Wohnhäuser am Helma-Steinbach-Weg zu sehen, die 1938 zusammen mit der gegenüberliegenden Ried-Siedlung entstanden. Sie mussten 1999 modernen Neubauten weichen. Der Bahnsteig konnte bis 2015 nur zur Straße “Vierbergen” verlassen werden, wie die Haltestelle ursprünglich auch heißen sollte. Mit dem Brückenneubau zwischen 2016 und 2019 wird auch deutlich, dass sich die Bauvorschriften in Bezug auf die Höhe des Geländers verändert haben: das neue ist gut 20 cm höher. Die Namenstafel wurde aber beim Neubau wiederverwendet! Anfang 2018 entstand dann im Zusammenhang mit dem Neubau der Betriebswerkstatt im Mittelteil der Bahnhofsanlage eine Waschstraße für U-Bahn-Fahrzeuge.

Historisches Foto: um 1970 (©Hans Bünning/Archiv GWH) - aktuelles Foto: 2019 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 38. Teil > zum Artikel
Obwohl sich an der Wegeführung hier am Rhiemsweg seit März 1961 nichts verändert hat, kann der Fotograf heute nicht mehr den Standpunkt im Vorgarten der Hausnummer 70 einnehmen, in dem damals Stativ und Kamera standen. Hier steht mittlerweile ein größeres Buschwerk, was den Blick auf den Neubau komplett versperren würde. Darum muss der Fotograf sich auf den waagerecht durchs Bild laufenden Fußweg stellen und kommt dadurch dem mittlerweile mächtigen Baum sehr nahe, der damals gerade auf dem grünen Dreieck zwischen Fußweg und Parkplatzauffahrt gepflanzt wurde. Durch seine dicken Äste ist jetzt aus der Laternenmast fast komplett verdeckt.
Die Horner Bücherhalle eröffnete am 20. März 1961 und bot hier 55 Jahre lang den Leseratten ausreichend Futter.
Wegen der Randlage und dem Wunsch der Stadt, hier Wohnungen zu errichten, entschloss sich die Bücherhalle mit Beginn der Planung des Stadtteilhauses, den alten Standort aufzugeben und in die zentral gelegene "Horner Freiheit" umzuziehen, wo die "Bücherhalle Horn" am 27. Januar 2016 feierlich wieder eingeweiht wurde.
Bereits im März 2016 war von den alten Gebäuden nur noch ein kleiner Haufen Schutt übrig und die SAGA/GWG begann mit dem Neubau von 34 geförderten Wohnungen in zwei Gebäudekomplexen, die zum Jahresende 2018 bezogen wurden.

Historisches Foto: 18. März 1961 (© Museum der Arbeit, Archiv SAGA/GWG) - aktuelles Foto: 2018 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 37. Teil > zum Artikel
Mit der zunehmenden Verlagerung von Arbeiterfamilien aus dem Innenstadtbereich in die Randgebiete im Hamburg der 1920er Jahre entstand auch auf den sogenannten "Hammer Koppeln" ein großer Wohnblock. Auf dem 32.221 qm große Areal zwischen Horner Weg, Snitgerreihe und Rhiemsweg – bis 1780 noch Horner Gemeindeland – errichtete die "Baugenossenschaft kinderreicher Familien" nach Plänen des Hamburger Architekten Erich Schmarje einen U-förmigen, nach Westen hin offenen, Bau. So entstanden 440 Wohnungen, die für die damalige Zeit vorbildlich ausgestattet waren. Im Kriege fast komplett zerstört, wurde der Komplex Anfang der 1950er wieder aufgebaut. Die geänderten Anforderungen an heutigen Wohnraum führten dazu, dass die Wohnungen Horner Weg 97 bis 117 (Foto) in den Jahren 2005 bis 2008 abgebrochen und neu erbaut wurden. Dadurch entstanden 105 moderne, dem heutigen Standard entsprechende, Wohnungen.

Historisches Foto: 1952 (©BGFG) - aktuelles Foto: 2018 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 36. Teil > zum Artikel
Sommer, Sonne – Minigolf! Gerade in den Sommermonaten war und ist Miniaturgolf eine beliebte Freizeitaktivität, da der Sport für Spieler jeder Altersgruppe geeignet ist und Spaß und Entspannung an der frischen Luft bietet. In den 1960er und 70er Jahren gab es in Horn sogar zwei solcher Anlagen: Neben der am Schiffbeker Moor auch diese auf der Grünanlage gegenüber der Pachthof-Schule. Sie wurde am 26.7.1963 eingeweiht und war - vermutlich - bis 1974 in Betrieb. Sie diente der Minigolfsportgruppe vom TSV Hohenhorst als Vereinsanlage und auf ihr fanden sogar Hamburger- und Deutsche Meisterschaften sowie internationale Turniere statt. So berichtete z.B. das Hamburger Abendblatt am 16.5.1974, dass der Deutsche Sportbund im Rahmen seiner Aktion Trimmspiele auch auf dieser Anlage zum "1. Volkswettbewerb Bahnengolf-Test" einlädt und goldene Medaillen winkten.
Nachdem das Areal zehn Jahre lang brach lag, entstand hier 1985 eine Senioren-Wohnanlage.

Historisches Bild: Foto 1974 (©Hans Bünning) - aktuelles Foto: 2018 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 35. Teil > zum Artikel
Lange war es das sportliche Event in der Hansestadt: Das Galoppderby auf der Horner Rennbahn. Allein die Übertragung im Fernsehen sorgte für bundesweites Interesse. Beim Derbytag zählte man bis zu 30.000 Besucher, vom Horner Bogen bis zu den Tribünen standen die Leute dichtgedrängt. Die drei Tribünen boten knapp 5.600 Sitzplätze! Mit Rückgang der Zuschauerzahlen (u.a. durch die Möglichkeit, jetzt auch im Internet zu wetten) war die große Tribüne von 1912 völlig ausreichend. So entschied man sich 1999, die marode zweite Tribüne abzubrechen und durch einen Hotelbau zu ersetzen. Im Krieg war die zweite Tribüne - links im Bild - zu 2/3 zerstört worden. Der unbeschädigte nördliche Teil wurde notdürftig wieder hergerichtet und hieß fortan bei den Hornern “kleine Tribüne”, obwohl sie - wie auf dem Bild gut zu erkennen - ursprünglich sogar 17 Meter länger als die Haupttribüne war.

Historisches Bild: Foto 1939 (©Archiv Baubehörde) - aktuelles Foto: 2018 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 34. Teil > zum Artikel
In dieser Folge begeben wir uns geestaufwärts Richtung Norden zur Kreuzung Hermannstal, Manhardtstraße und Sandkamp. Der Fotograf steht direkt an der Ecke und blickt auf die gegenüberliegende Häuserzeile. 1950 klaffte dort noch ein Loch mit einer Kriegsruine. Das Eckhaus mit Gaststätte war von einer Bombe getroffen worden und die Reste boten einen freien Blick auf die Hinterhofbebauung und die Rückseite der Häuser an der Kroogblöcke. Erst 1965 entstand hier ein Neubau. Im weiteren Verlauf vom Hermannstal überstanden die beiden Jugendstilhäuser von 1909  und auch das kleine 1876 erbaute Wohnhaus die Luftangriffe unbeschadet. Letzteres wurde später angebrochen und durch einen viergeschossigen Neubau ersetzt.

Historisches Bild: Foto um 1950 (©Archiv H.Wogenstein) - aktuelles Foto: 2018 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 33. Teil > zum Artikel
In dieser Folge bleiben wir in der Pagenfelder Straße (siehe Folge 32) und gehen vom letzten Fotostandpunkt ein paar Schritte in Richtung Horner Landstraße. Auf Höhe der Hausnummer 16/16a blickt der Fotograf um 1904 auf das Pastorat und die Martinskirche. Vor zehn Jahren war aus der Martinskapelle ohne Kirchturm endlich eine “richtige” Kirche geworden: Am 30. September 1894 konnte unter großer Anteilnahme der Horner Gemeinde der Kirchturm eingeweiht werden. Vierzehn Tage zuvor hatte Pastor Schetelig das neue Pastorat mit Konfirmanden- und Gemeindesaal bezogen. Der imposante Bau fiel leider 1943 den Bomben zum Opfer, während die benachbarte Kirche wie durch ein Wunder unbeschadet davon kam. Das neue Pastorat wurde 1956 erbaut.
Im Februar 1954 fiel der Altarraum der Kirche einem Schornsteinbrand zum Opfer. Beim Wiederaufbau vergrößerte man ihn von vormals 1,90 m auf 4,70 m und verzichtete dabei darauf, die alte reich verzierte Rückwand wieder herzustellen. Aus heutiger Sicht unter dem Aspekt des Denkmalschutzes unverzeihlich!
Historisches Bild: Postkarte um 1904 (©Archiv der GW Horn) - aktuelles Foto: 2018 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 32. Teil > zum Artikel
Mit diesem Teil schließen wir den Rundgang um den Wohnblock Horner Landstraße / Nedderndorfer Weg / Boberger Straße / Pagenfelder Straße ab. In dieser Folge steht der Fotograf um 1906 in der noch schmalen Pagenfelder Straße und blickt hinunter zur Horner Landstraße. Seit gut zwei Jahren stehen die im Jugendstil erbauten Großwohnhäuser an dieser Straßenecke zur Boberger Straße. Daran schließen sich die kleinen Stadtvillen an, die mit unterschiedlichen Fassaden aber immer zu zweit spiegelbildlich errichtet wurden. Die Bauausführung hatte die Familie Feck, die auch Eigentümer der meisten Grundstücke war. Im Giebel des Eckhauses verewigten sie sich für die Nachwelt mit einem großen “F”. Von 1906 bis 1924 betrieb Konrad Claus Feck das Büro seiner Baufirma im Erdgeschoss dieses Hauses.

Historisches Bild: Postkarte um 1906 (©Archiv der GW Horn) - aktuelles Foto: 2018 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 31. Teil > zum Artikel
In dieser Folge stehen wir noch einmal in der Horner Landstraße an der Ecke zur Steinfurther Straße. “Welcher Straße?” werden Sie sicher fragen! “Wo ist die denn?” Der heutige Nedderndorfer Weg hieß von 26.6.1904 bis 1940 „Steinfurther Straße. In dieser und der 32. Folge widmen wir uns den Seitenstraßen des großen Karrees nördlich der Horner Landstraße. Es war die erste große Blockbebauung in Horn.
Fast alle Häuser auf der historischen Postkarte wurden im Zweiten Weltkrieg komplett oder teilweise zerstört und in den 1950er Jahren wieder aufgebaut.

Historisches Bild: Postkarte um 1910 (©Archiv der GW Horn) - aktuelles Foto: 2017 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 30. Teil > zum Artikel
In dieser Folge stehen wir in der Horner Landstraße an der Ecke zur Steinfurther Straße. “Welcher Straße?” werden Sie sicher fragen! “Wo ist die denn?” Der heutige Nedderndorfer Weg hieß von 26.6.1904 bis 1940 „Steinfurther Straße. Ferner ist wichtig zu wissen, dass die Horner Landstraße um 1905 tatsächlich wesentlich schmaler war und erst in den 1930er Jahren auf die heutigen Maße verbreitert wurde. Weitere Verschiebungen in den Proportionen ergeben sich durch die völlig andere Fototechnik zu Beginn des letzten Jahrhunderts.
Fast alle Häuser auf der historischen Postkarte wurden im Zweiten Weltkrieg komplett oder teilweise zerstört und in den 1950er Jahren wieder aufgebaut.

Historisches Bild: Postkarte um 1905 (©Archiv der GW Horn) - aktuelles Foto: 2017 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 29. Teil > zum Artikel
Heute ein Supermarkt, in den 1950er und 60er Jahren ein Kino (siehe Folge 12) und ab 1835 der größte Bauernhof in Horn: Der große Pachthof. Man vermutet, dass der 1306 urkundlich erwähnte “Hof in Horn” ebenfalls auf diesem Areal lag und sich somit hier die Keimzelle unseres Stadtteils befindet. Als Staatsdomäne wurde der Hof nur verpachtet - daher der Name “Pachthof”. 1892 übernahm Landwirt Johann Heinrich von Drateln mit seiner Familie den Hof. Er war der letzte Pächter, denn am 28. Juli 1943, kurz nach 1 Uhr morgens, wurde der Hof von Fliegerbomben getroffen und brannte völlig aus. 1951 wurde auf den Grundmauern ein Neubau errichtet, in dem Fritz Rose sein DELI-Kino wiedereröffnete. Nachdem am 30. April 1964  im "DELI" der letzte Film lief und das Kino schloss, baute es die Kette “Safeway” zu einem Supermarkt um. Weitere Infos zum Pachthof finden Sie auf den Seiten des Horn-Chronistens Gerd Rasquin > hier.

Historisches Bild: Foto 1928 (©Staatsarchiv) - aktuelles Foto: 2017 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 28. Teil > zum Artikel
Nach einer etwas längeren Pause präsentieren wir eine weitere Folge unserer Serie.
Dass der Pagenfelder Platz einmal ein Kreisverkehr mit 70 Metern Durchmesser war, sieht man ihm heute kaum noch an. Nur die beiden Einbahnstraßen am Rand zeugen vom ehemaligen Rondell. Um 1900 angelegt, wurde sein Rand zwischen 1903 und 1937 mit Großwohnhäusern bebaut. Der Krieg zerstörte die meisten Häuser - so auch die nord- östliche Runde. Nur das kleine weiße Haus, das Wilhelm Robert H. Ihlenfeldt 1905 erbauen ließ, überstand den Bombenhagel. Infos zum Pagenfelder Platz finden Sie auf den Seiten des Horn-Chronistens Gerd Rasquin > hier

Historisches Bild: Postkarte um 1912 (©Archiv der GW Horn) - aktuelles Foto: 2017 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 27. Teil > zum Artikel
Die Sommerpause ist vorbei und wir präsentieren eine weitere Folge unserer Serie.
Der Kunstmaler A. Lahmer stand in den 1930er Jahren am kleinen See auf dem Gelände des Rauhen Hauses und hielt die östliche Seite mit dem “Goldenen Boden”(links), dem Betsaal mit Glockenturm (Mitte) und dem “Haus Tanne” in herbstlicher Stimmung fest. Von diesem Ensemble überstand nur “Haus Tanne” die Bombennächte im Sommer 1943  relativ unbeschadet. An Stelle des rechten Gebäudes wurde in den 1950er Jahren das “Haus Weinberg” errichtet.

Historisches Bild: Zeichnung um 1935 (©Archiv der GW Horn) - aktuelles Foto: 2017 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 26. Teil > zum Artikel
Kaum zu glauben: Horner konnten Ende der 1950er Jahre sogar wählen, welches Kino sie im Stadtteil besuchen wollten! Mit dem Deli-Kino am Bauerberg (Folge 12) und dem RIO-Kino an der Washingtonallee 90 gab es zwei Lichtspielhäuser im Stadtteil und mit dem OSE-Palast (Folge 21) noch ein weiteres gleich an der Grenze zu Billstedt.
In der 26. Folge stellen wir das RIO-Kino vor, an welches seit 2011 baulich nichts mehr erinnert.
Leider gibt es von der Häuserfront mit dem Kinoeingang, dem Radio- und Fernsehladen und der Gaststätte an der Ecke Vierbergen keine Fotos aus der Zeit des Kinobetriebs. Somit musste die “Damals”-Aufnahme aus einem Foto der “Supermarkt-Ära” von 2003 und der historischen Aufnahme der Kinoeröffnung am 2.8.1957 zusammenmontiert werden. Nach Abbruch 2011 steht nun seit 2013 ein mehrgeschossiges Wohnhaus auf dem Areal.

Historisches Bild: Fotomontage 1957/2003 (©Staatsarchiv/GvB) - aktuelles Foto: 2017 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 25. Teil > zum Artikel
Für die Jubiläumsausgabe unserer Serie konnten wir bei Ebay eine bisher unbekannte Horner Postkarte ersteigern! Und das auch noch genau rechtzeitig zu dem Ereignis des Jahres in Horn: dem Deutschen Galoppderby.
Erstmalig haben wir damit ein Foto im Archiv, dass alle drei Tribünen zusammen  zeigt, die zwischen 1912 und 1943 auf der Horner Rennbahn standen. Die alte Holztribüne im Vordergrund war Teil der ursprünglichen Haupttribüne, die 1910 zum Bau der neuen Stahlbetontribünen demontiert und hinter dem Horner Bogen wieder aufgebaut wurde. Sie verbrannte im Juli 1943. Im damaligen Bombenhagel wurden auch 2/3 der kleinen Tribüne zerstört. Der Rest blieb bis 1999 stehen und musste dann dem Hotelneubau weichen. Durch eine Verbreiterung des Geläufs ist die Überblendung nicht komplett deckungsgleich.

Historische Postkarte: Postkarte um 1940 (©Archiv GWH) - aktuelles Foto: 2017 (© GvB)

Wochenblatt-Serie 24. Teil > zum Artikel
Das Elend Hamburger Kinder bewegte den jungen Theologen Johann Hinrich Wichern (21.4.1808–7.4.1881) so sehr, dass er führende Hamburger Politiker und Kaufleute davon überzeugen konnte, dass es für verwahrloste und verwaiste Kinder aus den Elendsvierteln nur eine Hoffnung gibt: Ein "Rettungsdorf" vor den Toren der Stadt.
Im Jahre 1833 stiftete Senatssyndikus Karl Sieveking sein Horner Flurstück mit einer alten Kate oben auf dem Geesthang. Die Stiftung "Das Rauhe Haus" wurde daraufhin am 12. September 1833 in der Hamburger Börsenhalle gegründet. Bereits am 1. November zog Wichern mit seiner Mutter Caroline Maria Elisabeth und Schwester Julie Therese in die recht heruntergekommene Kate. Die alte Kate wurde im Kriege zerstört und 1979 neu errichtet.

Historische Zeichnung: Postkarte um 1840 (Archiv GWH) - aktuelles Foto: 2017

Wochenblatt-Serie 23. Teil > zum Artikel
Einen Tag vor der Betriebseinstellung der Straßenbahn in Horn stand der Fotograf Ewald Hauck am 6.3.1976 in der Sievekingsallee an der Ecke zur O’Swaldstraße und wartete auf einen Wagen der Linie 15, der von der Burgstraße kommend zur U-Bahn-Haltestelle Horner Rennbahn fuhr. 41 Jahre später erinnert nur noch der begrünte Mittelstreifen an die Straßenbahn. Auch ansonsten hat sich in den Jahren einiges verändert: Das Männerwohnheim (hinter dem Bus) wurde Ende der 1980er abgebrochen und 1991 durch einen neuen Wohnblock ersetzt. Für diesen Neubau mussten auch die Filiale der “Bank für Gemeinwirtschaft” und die Drogerie Schilske weichen. Nur der ehemalige “Produktion”-Supermarkt wurde um- und ausgebaut und von der Kette “Penny” weiter betrieben.

Historisches Bild: 6.3.1976 (Fotograf: © Ewald Hauck) - aktuelles Foto: 14.3.2017

Wochenblatt-Serie 22. Teil > zum Artikel
Wir schreiben das Jahr 1895/96. Gerade wurde die alte Schmiede an der Ecke Horner Landstraße / Bauerberg abgebrochen, um den Fußweg auf der nördlichen Seite der Landstraße zu verbreitern. Gleichzeitig musste das nun kürzer geratene Gartengefälle durch Felsvorsetze abgestützt werden, wie schon vom Blohm's Park bekannt. Die nun neue Ansicht des Bauernhauses war Anlass genug, den örtlichen Fotografen von nebenan zu bemühen. Auf dem Foto stehen links die Hofbesitzer, das Ehepaar Julius und Therese Lübbers.
1943 wird der Hof ein Opfer der Bomben, bis 1955 liegt die Fläche brach. Dann beginnt der Wiederaufbau mit Ladenzeile und Wohnhäusern. An der Ecke zieht die “Neue Sparcasse von 1864” und im Obererdgeschoss Hans Mauer mit einem Ausstellungsraum seines Möbelladens ein.
Historisches Bild: 1895/96 - aktuelles Foto: 2017

Wochenblatt-Serie 21. Teil > zum Artikel
In dieser Folge steht der Fotograf Hans Bünning im Jahre 1978 auf Billstedter Gebiet und schaut von dort zurück nach Horn. Sein Interesse gilt dem OSE-Palast, dem letzten Kino in der Region. Die Kinos in Horn hatten schon längst ihre Türen geschlossen und waren Supermärkten gewichen: Das RIO-Kino 1962 und das DELI-Kino 1964. Wer sich also “ein paar schöne Stunden” machen und ins Kino gehen wollte, kam am OSE nicht vorbei. 1957 war das Kino sogar noch einmal grundrenoviert worden und hatte einen Cinemascope-Breitbild-Projektor bekommen. Aber am 1.6.1978 fiel dann der letzte Vorhang und das gesamte Areal zwischen Kreuzkirchenstieg und Legienstraße wurde mit einem Wohnblock und dem Legiencenter bebaut.

Historisches Bild: 1978 - aktuelles Foto: 2016
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